Interior Design für Gastronomie
Das Projekt Flor. Vom Büro zum Lieblingsort.
Nicht jedes Gastronomieprojekt beginnt in einem ehemaligen Café. Dieses begann in einem Büro.
Als uns der Betreiber von FLOR kontaktierte, klang die Aufgabe zunächst überraschend einfach:
„Könnt ihr uns ein paar Farben aussuchen? Und vielleicht grob zeigen, wie unser neues Café aussehen könnte?“
Aus dieser kleinen Anfrage entwickelte sich ein Projekt, das weit über Interior Design hinausging. Denn die Ausgangssituation hatte mit einem Café kaum etwas gemeinsam. Wo später Kaffee serviert, Gäste empfangen und Menschen gerne verweilen sollten, befanden sich Büroräume.
Wasser- und Abwasserleitungen lagen an den falschen Stellen, eine gastronomische Infrastruktur fehlte nahezu vollständig – und vor allem fehlte eines:
Ein Ort, an dem Menschen gerne bleiben.
Genau hier begann unsere Arbeit. Nicht mit Möbeln oder Farben. Sondern mit der Frage: Wie soll sich FLOR anfühlen?
Kapitel 1 Die Ausgangssituation
Wie alles began
Schon beim Betreten der ehemaligen Büroräume – die ursprünglich einmal ein Uhrenfachgeschäft waren – stellte ich mir unweigerlich die Frage:
Kann hier wirklich einmal ein Ort entstehen, an dem Menschen gerne bleiben?
Diese Frage beschäftigte nicht nur mich. Auch der Kunde war sich unsicher, ob sich aus diesen Räumen überhaupt ein Café entwickeln lässt.
Was letztlich den Ausschlag gab, war nicht der bestehende Grundriss. Es waren zwei Dinge: die außergewöhnliche Fensterfront und die besondere Lage mitten im Ort. Beides hatte das Potenzial, diesem Ort eine ganz eigene Atmosphäre zu verleihen.
Die eigentliche Herausforderung lag jedoch im Verborgenen. Die vorhandene Infrastruktur war nie für einen Gastronomiebetrieb gedacht. Genau hier begann unsere Aufgabe: nicht mit Farben, sondern mit der Frage, wie aus einem Büro ein Ort entstehen kann, an dem Menschen gerne Zeit verbringen. Wie wird sich die Geschichte anfühlen?