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Interior Design für Gastronomie

Das Projekt Flor. Wenn Marek Raum bekommt.

Ein Café ist mehr als eine Ansammlung von Tischen, Stühlen und einer guten Kaffeemaschine. Es ist ein Ort, an dem Menschen ankommen. Sich treffen. Bleiben. Und wiederkommen. Und darüber entscheidet nur eine Sache:

Das Gefühl, das bleibt.

Kapitel 1 Die Ausgangssituation

Vom Büro zum Ort, an dem man bleiben möchte

Die Ausgangssituation war alles andere als ein fertiges Café: ehemalige Büroräume, ursprünglich einmal ein Uhrenfachgeschäft. Die gastronomische Infrastruktur fehlte weitgehend. Wasser- und Abwasserleitungen lagen an den falschen Stellen. Schon beim Betreten des Raumes stellte sich unweigerlich die Frage: Kann hier wirklich einmal ein Ort entstehen, an dem Menschen gerne bleiben?

Und trotzdem war da etwas, das Potenzial hatte: die besondere Lage mitten im Ort und eine außergewöhnliche Fensterfront. Zwei Dinge, die diesem Ort schon vor der ersten Skizze eine eigene Atmosphäre versprachen.

Die Frage war deshalb nicht: Welche Möbel passen in diesen Raum? Sondern: Wie soll sich FLOR. anfühlen?

Kapitel 2 Die Marke

Eine Marke, die man nicht nur liest

FLOR. war von Anfang an mehr als ein neues Café. Der Name verbindet das Florale, das Lebendige und Menschliche mit dem englischen „Floor“ — dem Boden, auf dem Menschen ankommen, sich begegnen und gemeinsam Zeit verbringen. Diese Idee war der Ausgangspunkt für die gesamte Gestaltung.

Denn wenn eine Marke für Aufblühen, Begegnung und Lebensfreude steht, darf das nicht nur im Logo passieren. Dann muss sich diese Haltung durch den gesamten Ort ziehen — durch die Farben, die Materialien, das Licht, die Möbel, die Details. Und vor allem durch das Gefühl, das entsteht, wenn man den Raum betritt. So wurde aus der Marke FLOR. eine Markenatmosphäre.

Kapitel 3 Unser Weg

Nicht dekorieren. Eine Geschichte erzählen.

Bei Graustich beginnt Interior Design nicht mit einem Möbelstück oder einer Materialwahl. Wir beginnen mit der Identität. Was macht diesen Ort aus? Welche Menschen sollen sich hier wohlfühlen? Was sollen sie erleben? Was unterscheidet ihn von anderen Cafés? Und welche Geschichte soll der Raum erzählen? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, beginnt die eigentliche Gestaltung.

Für FLOR. bedeutete das, Gegensätze miteinander zu verbinden: elegant und lebendig, warm und besonders, urban und persönlich, tagsüber Café, abends Bar. Aus diesen Spannungsfeldern entstand die Gestaltungsidee.

Unser dreistufiger Prozess

1  Zuhören & Verstehen

Erstgespräch: Ihre Vision, Ihre Zielgruppe, Ihr Budget. Wir hören zu, stellen die richtigen Fragen und lernen Ihre Räume und Ihr Projekt kennen. Ziel ist es, aus Ihrer Story und Vision Ihre individuelle „Atmosphäre Collage“ zu entwickeln.

2  Atmosphäre entwickeln

Konzept & Design: Gestaltung der Atmosphäre Collage, Farb- und Materialkonzepte, Raumgefühl und Story. Erste Materialien und Visualisierungen machen die Vision sichtbar und erlebbar — abgestimmt zu einem gemeinsamen Gesamtkonzept.

3  Zukunft gestalten

Detaillierung & Planung: Grundrisse, Licht, Möbel, Raum- und Designplanung, 3D-Visualisierungen. Stücklisten, Einkaufslisten, Zeitpläne. Wir denken Ästhetik und Funktion immer gemeinsam.

Ein wichtiges Werkzeug in diesem Prozess ist unsere Atmosphäre-Collage. Hier bringen wir zusammen, was später im Raum zusammenspielen soll: Farben, Materialien, Licht, Formen, Möbel, Texturen, Bilder, funktionale Ideen. Die Collage macht sichtbar, was zunächst nur als Gefühl vorhanden ist — die Schnittstelle zwischen Strategie und Gestaltung. Denn „warm“, „elegant“ oder „lebendig“ sind zunächst abstrakte Begriffe. Erst wenn daraus ein bestimmter Farbton, ein bestimmter Stoff, eine bestimmte Lichtquelle oder eine bestimmte Form wird, kann daraus ein Raum entstehen.

Kapitel 4 DIE GESTALTUNG

Florale Bilder werden zur räumlichen Identität

Das zentrale Gestaltungselement sind die großflächigen floralen Wandbilder. Sie sind nicht einfach Dekoration — sie geben dem Raum seine visuelle Sprache. Große Blüten treffen auf tiefe, dunkle Farbtöne. Florale Motive werden mit kräftigem Petrol, warmen Naturtönen und gedeckten Farben kombiniert. Der Raum bekommt dadurch Tiefe und eine eigene Bildwelt.

Dazu kommen Samt, Marmor und natürliches Holz. Weiche Materialien treffen auf klare Formen. Edle Oberflächen auf natürliche Haptik. Große Bilder auf kleine, persönliche Details. Und dann ist da das Licht: Die Muranoglas-Leuchten setzen einzelne Akzente und verändern die Atmosphäre im Raum — besonders am Abend. So entsteht kein Raum, der nur gut aussieht. Es entsteht ein Raum mit Charakter.

Kapitel 5 TAG UND NACHT

Ein Raum für unterschiedliche Momente

FLOR. funktioniert nicht nur zu einer Tageszeit. Am Tag ist der Raum Café: Kaffee, Kuchen, Snacks, Gespräche, Tageslicht. Am Abend verändert sich die Stimmung — das Licht wird indirekt, die Bar rückt stärker in den Vordergrund, Musik und Drinks verändern die Wahrnehmung des Ortes.

Die Gestaltung musste deshalb beides können: tagsüber offen und einladend funktionieren — und abends Atmosphäre entwickeln. Genau hier zeigt sich für uns die Qualität eines guten Interior Designs: Ein Raum muss nicht immer gleich wirken. Er darf sich verändern.
Kleine Tische für den Kaffee zwischendurch, Barplätze für den schnellen Besuch, Sitzgruppen für Gespräche und längeres Verweilen: Die unterschiedlichen Sitzsituationen schaffen Räume im Raum. Keines dieser Elemente funktioniert allein. Erst ihre Beziehung zueinander macht FLOR. zu FLOR.

Kapitel 6 VON DER IDEE ZUR UMSETZUNG

Übergabe mit Herz

Das Besondere an Projekten wie FLOR. ist für uns die Verbindung unterschiedlicher Disziplinen. Markenentwicklung, Corporate Design und Interior Design werden nicht getrennt voneinander gedacht — sie entstehen aus einer gemeinsamen Idee. Beim FLOR. haben wir deshalb die Marke entwickelt und gleichzeitig darüber nachgedacht, wie diese Marke im Raum, in der Kommunikation und im Alltag erlebbar wird. Von der Geschäftsausstattung über Speisekarten und Arbeitskleidung bis zur Fensterbeklebung und den digitalen Anwendungen zieht sich dieselbe gestalterische Sprache.

Auch auf der Baustelle bleiben wir an Ihrer Seite: Koordination, Kommunikation und Qualitätskontrolle vor Ort, letzte Details, Styling und Abrechnungskontrollen. Sie behalten den Kopf frei für Ihr Tagesgeschäft — wir behalten den Überblick, bis der Raum bereit ist.

Kapitel 7 WAS BLEIBT

Räume sind Markenberührungspunkte

Menschen erleben Marken nicht nur auf einer Website. Sie erleben sie beim Betreten eines Geschäfts. Beim Warten. Beim Sitzen. Beim Gespräch. Beim Öffnen einer Speisekarte. Beim Blick auf eine Wand. Beim Licht am Abend. All diese Momente prägen, wie eine Marke wahrgenommen wird. Deshalb ist Interior Design für uns keine nachgelagerte Dekoration eines fertigen Brandings. Der Raum ist Teil der Marke.

FLOR. zeigt sehr schön, was passiert, wenn man einen Raum nicht von seiner Einrichtung her denkt, sondern von seiner Identität. Aus einem ehemaligen Büro wurde ein Café. Aus einer Marke wurde eine Atmosphäre. Aus einzelnen Gestaltungselementen wurde ein Gesamterlebnis. Und aus einem Raum wurde ein Ort, an dem Menschen gerne verweilen.

Denn Menschen erinnern sich selten daran, welcher Stuhl genau an welchem Tisch stand. Sie erinnern sich daran, wie sich ein Ort angefühlt hat. Und genau dieses Gefühl ist es, das eine Marke räumlich erlebbar macht.